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Hinweis:
Diese Ausstellung enthält im zweiten
und dritten Turm-Geschoss explizite Darstellungen von Gewalt. Hier sollten sich Kinder grundsätzlich nur in Begleitung Erwachsener aufhalten.

Dauerausstellungen

Gewalt · Konflikt · Frieden

Künstlerische, wissenschaftliche und pädagogische Konzepte für die Entstehung eines globalen Friedensbewusstseins


Ausgehend von der burgenländischen Landesausstellung "Krieg oder Frieden" im Jahr 2000 hat das Euro- päische Museum für Frieden seine Sammlung gezielt weiter aufgebaut, um für BesucherInnen jeden Alters eine Auseinandersetzung mit dem Thema zu ermöglichen. Denn wir gehen davon aus, dass Friedensarbeit auf allen Ebenen des gesellschaftlichen und politischen Lebens geleistet werden kann und muss.

Friedensarbeit braucht lokale, regionale und globale Akteure, nicht nur in der Politik und in den Regierungen, sondern vor allem in der Zivilgesellschaft. Um Frieden wirksam zu entwickeln und durchzusetzen, ist ein Zu- sammenspiel auf allen Ebenen erforderlich – nach dem Motto: Global denken, lokal handeln. Die Dauerausstellung ist in sechs Bereiche aufgeteilt:

  • Einführung in den Frieden
  • Friedensbewegung und FriedensstifterInnen
  • Menschenrechte
  • Europäischer Frieden
  • Globaler Frieden

Zur Bildergalerie „Gewalt · Konflikt · Frieden“

Vom Fehdewesen zur Gerichtsbarkeit

Ausstellung im Burgturm

Die Anfänge unseres Rechtssystems im Mittelalter sind vor allem wegen der drastischen Strafen bekannt. Die Macht der jeweiligen Herrscher – der kirchlichen ebenso wie der weltlichen – wurde mit äußerster Brutalität durchgesetzt.

So haben etwa die berüchtigten „Hexen- prozesse“ und verbreitete Foltermethoden das Bild jener Zeit weithin geprägt. Auch die Bestrafung mittels „Schandmasken“ oder das Anketten am Pranger erscheint aus heutiger Sicht unbegreiflich grausam. Mit dem Streifgang durch die drei Geschosse des Burgturms wird sichtbar, wieweit die Kultur der Gewalt die europäische Geschichte bis in unsere Tage hinein bestimmt hat.

Zur Bildergalerie „Vom Fehdewesen zur Gerichtsbarkeit“ Texte zur Ausstellung von Mag. Leonhard Prickler und Andreas Lehner

Volkskundesammlung Ludwig Toth

Arbeit und Wohnen um 1900

Die Sammlung Ludwig Toth zur Sachvolkskunde des Bezirkes Oberwart veranschaulicht das enge Zusammen- spiel von Handwerk, bäuerlichem Nebenerwerb und Familie auf engem Raum.

Die Sammlung selbst stellt die größte, umfangreichste und thematisch ge- schlossenste dieser Art im Burgenland dar.

Zur Bildergalerie „Volkskundesammlung Ludwig Toth“

Ritter Baumkircher

Leben und Sterben im 15. Jahrhundert

Am 23. April 1471 wird Andreas Baumkircher trotz freien Geleites, das ihm Kaiser Friedrich III. zugesichert hat, ohne Verhör und ohne Verhandlung in Graz mit dem Schwert hingerichtet. Nur neun Jahre zuvor – im Jahr 1462 – hat er von demselben Kaiser das Recht erhalten, die Stadt Schlaining zu gründen.

550 Jahre Stadtgründung nimmt Stadtschlaining zum Anlass, im Rahmen der umfassenden Retrospektive „Ritter Baumkircher“ vor allem jener Frage nachzugehen, wie es zu der Hinrichtung Baumkirchers kommen konnte und wie der einstige Weggefährte des Kaisers zu einer derart gefährlichen Bedrohung des Landes werden konnte.

Die Ausstellung zeigt den Werdegang des draufgängerischen Adeligen Baumkircher im politischen Ränkespiel zwischen Kaiser Friedrich III. und seinem größten Widersacher, dem ungarischen König Matthias Corvinus.

Sie stellt eine Zeit des Umbruchs vor – denn das 15. Jahrhundert war eine unruhige Zeit, voll der Kämpfe, Kriege und Intrigen. Es war aber auch die Zeit, als das Mittelalter zu Ende ging und neue Ideen und neue Technologien die Neuzeit einläuteten.

Tipp: Nach der Ausstellung den Burggraben entdecken, ein Paradies für Groß & Klein!



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